Pensionen müssten abgeschafft werden

Umsonst ist im Leben nur der Tod, und sogar der kostet einen das Leben… nette, leicht morbide Volksweisheit, die aber natürlich eine grundlegende Wahrheit behandelt – alles im Leben kostet etwas, vor allem auch leben an und für sich!
Das Steuerkabarett (sorry, wenn die es selbst nicht ernst nehmen, muss ich auch nicht) lässt sich zusammenfassen als Nullsummenspiel, das ausschließlich Verlierer hat, abgesehen vom Staat. Eine Lohnsteuersenkung, die durch eine Erhöhung der Mehrwersteuer auf Massenartikel refinanziert wird und durch schärfere Kontrolle und die Registrierkassenpflicht für kleine Unternehmen, die ohnehin kaum über die Runden kommen, ist weder sozial noch volkswirtschaftlich sinnvoll. Aber abgesehen davon – der größte Ausgabenbrocken im Budget sind die Pensionen und da ist wieder nichts passiert.
Schelling hat angedacht, das Frauenpensionsantrittsalter etwas rascher anzuheben und hat sich dafür natürlich gleich seine Watschen abgeholt, weil Gleichberechtigung ist gut, solang die Frauen etwas gleicher berechtigt werden… (ja, Kinderbetreuung und Haushalt noch immer vermehrt Frauensache – einerseits Tendenz sinkend, anderseits: Wie wär’s mit “gutem Beispiel vorangehen”?!)
Aber das ist ja gar nicht das Thema, sondern: WiFo-Chef Aiginger schlägt in der Pressestunde schon vor, über die nächste Anhebung des Pensionsantrittsalters nachzudenken…!
“Was wollen die denn?!?! Sollen wir bis 75 arbeiten?!?!” Nun, eigentlich schon, oder?
Schauen wir mal kurz zurück in die Vergangenheit. In den 50er und 60er Jahren lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich bei rund 65-67 Jahren… heute liegt sie bei fast 81 – was toll ist, nur… eben auch Geld kostet!
Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter ist auf 58 Jahre angestiegen, was 23 Jahre Geldbezug ohne Beitrag bedeutet! Nebenbei ist die Geburtenrate seit den 60ern von fast 3 auf inzwischen 1,44 gesunken.
Zusammengefasst: Die Menschen leben um rund 13 Jahre länger, wollen aber keine Stunde länger arbeiten und kriegen auch keine Kinder mehr, die ihren vierteljahrhundertjährigen Lebensabendsurlaub finanzieren!
Gut, “wollen” keine Stunde länger arbeiten… klar, wären wir nicht alle gerne reich und müssten uns um Geld keine Sorgen machen?! Wäre schön, entspricht nur leider nicht der Realität!
Die Frage ist, wieso man eigentlich glaubt, ein Recht darauf zu haben, der Gesellschaft irgendwann auf der Tasche zu liegen. Wer sagt, dass das in irgendeiner Art und Weise richtig oder gerechtfertigt ist? Klar, man hat ja lange genug ins System eingezahlt, jetzt will man aber auch etwas davon haben… so wie… Infrastruktur… Schulen… Medizinische Versorgung… Schutz und Sicherheit… und so…?
So viel der Staat bei uns auch falsch macht, manchmal frage ich mich, ob manchen Leuten prinzipiell klar ist, dass der Staat dennoch vieles erhält, wovon ‘sie etwas haben’…? Du kannst nur so lange am Spielautomaten spielen, so lang du Münzen einwirfst und du kannst in der Bar nur so lange trinken, wie du zahlen kannst. Aber im Staat soll man dann irgendwann einfach gratis leben können, weil man doch bisher brav eingezahlt hat.
Erklären Sie mal dem Kellner “Jetzt hab ich die letzten 20 Bier so brav bezahlt, jetzt möchte ich die nächsten 10 gefälligst gratis, damit ich auch mal was von dem habe, was ich bisher gezahlt habe!” Er wird wohl sagen “Hawara, davon hattest du die letzten 20 Bier!”
Soll das heißen, ich bin dafür, dass wir bis zum Tod arbeiten?! Nein, ich wäre dafür, dass jeder Mensch nur 10 Jahre lang 15 Wochenstunden arbeiten muss und dann chillen kann, weil die Wirtschaft aufgrund eines vollautomatisierten und volltechnisierten Standards quasi geldlos und menschliche Arbeitskraft obsolet geworden ist. Und in 50 oder 100 Jahren wird das auch eine Option sein. Aber das ist heute einfach nicht realistisch. Genauso wenig, wie ein Vierteljahrhundert in Pension zu sein. Pardon, es ist nicht finanzierbar… Realität ist es ja derzeit.

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