Ein 23jähriger toter Polizist

Es ist eine Tragödie. Ein junger Mann, noch nicht einmal richtig fertig mit seiner Ausbildung, wird durch einen Berufsverbrecher eiskalt niedergeschossen. Er hatte keine Chance.

Die Reaktionen sind breit gefächert. Zumeist herrscht natürlich Trauer vor und Respekt vor dem Verstorbenen und seinen Angehörigen.

Doch dann gibt es da auch noch die Fraktion jener, die diesen schrecklichen Vorfall zum Politikum erheben. “Eh kloa, Bosnier hot er’m daschossen!”, “Bei den ganzen Ausländern, die wir inzwischen da haben – kein Wunder, wie’s zugeht bei uns.””Das wird alles noch viel schlimmer mit den ganzen Ausländern, die’s uns da reingholt haben!” usw.usf., Sie sehen, wohin das führt.

Vom linken Lager hört man hingegen wenig bis gar nichts. Höchstens beschwichtigende Worte zu den Rechten. “Einzelfall.”, “So etwas kann immer passieren.” oder “Die Herkunft des Täters ist doch egal, so etwas ist immer falsch.” Gut, dem stimme ich teilweise ja zu. Tatsächlich kann, und wird, so etwas immer passieren. Die Herkunft des Täters ist nicht ganz so egal, da anzunehmen ist, dass er, nach Alter und Herkunft zu urteilen, vermutlich im Jugoslawienkrieg nach Österreich geflohen ist, also als Kriegsflüchtling. Damit wäre ihm Aufnahme und Hilfe widerfahren, was er mit jahrelanger Kriminalität retourniert. Das stellt natürlich für viele eine Provokation dar, gerade nachdem wir im letzten Jahr über 90.000 Flüchtlinge aufgenommen haben, von denen gerade mal die Hälfte tatsächlich Kriegsflüchtlinge waren.

Doch das wissen wir bereits alles. Ich stelle mir hingegen gerade vor, was wohl los wäre, wenn ein Rechtsradikaler einen jungen Flüchtling erschossen hätte. Die Linke würde, zurecht, in Trauer versinken und gleichzeitig tobend und geifernd auf das “Scheiß rechte Österreich!” schimpfen und über diese “verschissenen 50% Nazis in diesem Land!” usw.usf., Sie können es sich vorstellen.

Die Rechte hingegen? Wäre ganz leise, würde vielleicht von einem Einzelfall sprechen, davon, dass sowas natürlich zu verurteilen sei, aber eben immer passieren könne, etc.pp.

Sie sehen, worauf ich hinauswill. In Österreich geht es nur noch darum, zu pauschalisieren, zu generalisieren, zu hetzen, zu hassen und Fronten aufzubauen, zu verhärten und sich von den anderen abzugrenzen, um jeden noch so populistischen, untergriffen und unreflektierten Preis.

In diesem Land ist kaum noch jemand interessiert an realen Zahlen und Fakten, die sehr wohl belegen, dass wir eine massiv gesteigerte Kriminalität durch Asylwerber erleben und dass es sehr wohl ein hohes Gewaltpotenzial bei gewissen osteuropäischen Kulturen gibt und dass das aber trotzdem nicht bedeutet, dass jeder Ausländer ein Verbrecher ist.

Genauso wenig wollen die anderen hören, dass es sehr wohl eine nachgewiesene Radikalisierung am rechten Rand gibt, was aber genauso wenig bedeutet, dass jeder Hofer- oder FPÖ-Wähler ein Neonazi oder ein Rechtsradikaler ist.

Das alles interessiert keinen. Alle tragen ganz eng gesetzte Scheuklappen, picken sich die Infos aus der Realität raus, die ihnen in ihr eigenes Weltbild passen und basteln sich daraus dann ihre eigene, hasserfüllte Wahrheit, in der sie alle anderen hysterisch anschreien, wie lange sie denn noch tatenlos zusehen und sich das gefallen lassen wollen! Etwas sei zu tun, bevor es zu spät wäre, geifern sie in den sozialen Medien und an den Wirtshaus- und Pubtischen dieses Landes.

Währenddessen ist ein 23jähriger Bursche tot. Hingerichtet, durch einen Kopfschuss. Und damit wird, glauben Sie mir, sehr bald auch Wahlkampf betrieben werden.

Ein Wahlkampf, im Zuge dessen die, ohnehin nie zugeschütteten, Gräben wieder gewaltig aufgerissen und der Zorn und der Hass und die blinde Wut und die Hetze auf beiden Seiten wieder geschürt und geschürt und geschürt werden und Gnade uns Gott, wenn Norbert Hofer die zweite Wahl gewinnt.

Nein, nicht nur, weil ich mir gewaltige Sorgen bezüglich der Politik eines Norbert Hofers mache, die ich für äußerst schädlich für unser Land halte. Nein, sondern primär einmal wegen der akuten Reaktion des linken Lagers.

Gleichzeitig wird all dieses Geplänkel und Gezanke an der Familie dieses jungen Burschen vorüberziehen, als wäre es aus einer anderen Welt. Denn ihre, wird nie wieder die selbe sein.

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